ESSSTÖRUNGEN


Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis und hat verschiedene Funktionen. So dient es neben der Lebenserhaltung auch als Quelle von Genuss und  kann im sozialen Rahmen  eine wichtige kommunikative Rolle einnehmen, z.B. als Festessen, Essenseinladungen von Freunden u.a. Essen ist stark emotional besetzt und deshalb vielen verschiedenartigen  Einflüssen bzw. Störungen ausgesetzt.  

Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen sind mehrere Faktoren beteiligt. Während bei der Entstehung individuelle Gesichtspunkte im Vordergrund stehen, neben biologischen und genetischen Faktoren auch Merkmale der Persönlichkeit und ihrer Familien, geht es bei der Frage nach der Aufrechterhaltung verstärkt um soziale und kulturelle Einflüsse, z.B. unser heutiges  Schlankheits- und Schönheitsideal. Deshalb können gerade in diesem Bereich Störungen auftreten, die Krankheitswert haben.  

Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Essen kann gesundheitsschädlich sein. Innerhalb der Familie kann die Verweigerung des Essens der Ausdruck von Widerstand sein und einen Versuch der Abgrenzung darstellen wie auch den Versuch, sich den  Anforderungen der Erwachsenenwelt (Sexualität, Beziehungen, Beruf, Leistung) zu entziehen und  den Drang beinhalten, Kontrolle zu haben sowohl über den eigenen Körper als auch über die Familie.  

Formen der Essstörungen:  

A.  Anorexie   (Magersucht)
B.  Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
C.  Adipositas per magna
 

A. Anorexie oder Magersucht  

     1. Was ist Anorexie (Magersucht)? 

Man spricht von Anorexie, wenn Untergewicht besteht (mindestens 15 % unter dem Normalgewicht). Für Menschen, die überprüfen wollen, ob dies für sie zutrifft, stellt der BMI (engl: Body Mass Index) eine Berechnungshilfe dar. Mit ihm kann das Gewicht bestimmt werden:  

BMI = Gewicht in kg : (Körpergröße in m)2   

Ein BMI von 18-25 bedeutet Normalgewicht, bei einem BMI von 17,5 und weniger besteht Untergewicht. Die Betroffenen sollten dann in jedem Fall ärztliche oder therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.  

Um dieses – in den Augen der Betroffenen - „Idealgewicht“ zu erreichen bzw. zu halten, kontrollieren die Betroffenen ihr Gewicht häufig durch Fasten, Erbrechen oder Abführen. Häufig betreiben sie auch exzessiv Sport oder übertreiben andere körperliche Aktivitäten. Manche nehmen auch Appetitzügler, Abführmittel und/oder Diuretika, also Medikamente zur Entwässerung, ein.  

Alle Betroffenen haben große Angst vor einer Gewichtszunahme oder davor, dick zu werden. Sie fühlen sich sogar trotz Untergewicht zu dick oder zu schwer. Die ständige Sorge um und die Beschäftigung mit Figur und Gewicht  deutet darauf hin, dass Aussehen, Figur und Gewicht großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben. Die Kontrolle darüber zu behalten ist gleichbedeutend mit einem Triumphgefühl. Magersüchtige empfinden ihre Essstörungen gefährlich lange als Macht und Stärke, als etwas Besonderes, Elitäres. Das Dünnsein bedeutet dann Halt und Stärke. Häufig haben die Betroffenen ein sehr hohes Leistungsideal.  

Bei anorektischen Frauen bleibt häufig die Periode aus (mindestens dreimal hintereinander) oder erfolgt nur nach Einnahme eines Hormonpräparates (Pille), bei Männern kommt es zu  Libido- und Potenzverlust.  

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Anorexie zwei Arten. Wenn die Gewichtsabnahme über Diäten, Fasten oder viel Sport statt findet, dann spricht man vom restriktiven Typ. Kommt es zusätzlich zum Fasten regelmäßig zu Essanfällen mit anschließendem Erbrechen oder dem Gebrauch von Abführmitteln, Entwässerungsmitteln oder Klistieren, spricht man vom bulimischen Typ.    

     2. Zur Entstehung der Anorexie (Magersucht): siehe unter B. 2.  

B.  Bulimie (Ess-Brech-Sucht)  

     1. Was ist eine Bulimie?  

Bei der Bulimie  geht es um die andauernde Beschäftigung mit Essen, die unwiderstehliche Gier nach Essbarem. Es werden große Mengen an Nahrungsmitteln gekauft, oft viel Geld dafür ausgegeben, die Gedanken kreisen ununterbrochen um die Beschaffung und Zubereitung der Nahrungsmittel. Regelmäßig treten Essanfälle oder Heißhungerattacken auf, bei denen große Mengen an Nahrungsmitteln in sehr kurzer Zeit - heimlich - konsumiert werden. Während des Essanfalls besteht das Gefühl des Kontrollverlustes. Die Betroffenen versuchen, dem dick machenden Effekt der Nahrung durch verschiedene Verhaltensweisen entgegenzusteuern:  

S  Erbrechen
S  Missbrauch von Abführmitteln
S  zeitweilige Hungerperioden
S  übermäßige körperliche Betätigung
S  Gebrauch von Appetitzüglern

S  Schilddrüsenpräparaten oder Abführmittel bzw. Diuretika.  

Man spricht dann von Bulimie, wenn die Essanfälle und die gegensteuernden Maßnahmen während eines Zeitraumes von 3 Monaten mindestens zweimal pro Woche vorkommen. Auch hier besteht eine krankhafte Furcht, dick zu werden. Figur und Körpergewicht haben einen sehr großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Häufig gibt es in der Vorgeschichte eine Episode einer Anorexie. 

2. Wie entstehen die Essstörungen?  

Die Entstehung der beiden Essstörungen, der Anorexie und der Bulimie, sind vielschichtig. Die Wurzeln von Magersucht und Bulimie reichen oft bis in die frühe Kindheit. Manchmal kommen einschneidende Lebensereignisse hinzu wie z.B. der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder das Ende eines Lebensabschnittes mit der Veränderung vertrauter Bedingungen. Häufig kommen Essgestörte aus soliden, intakten Familien, in denen materieller Wohlstand, Leistung und Pflichterfüllung eine große Rolle spielen. Es gibt oft einen engen Zusammenhalt in der Familie, Harmonie und Einssein haben eine große Bedeutung, negative Gefühle sind unerwünscht, aber auch positive Emotionen sollen sich im Rahmen halten. Für Überschwang ist kein Platz. Zur Verständigung bedarf es keiner Worte. Jeder glaubt zu wissen, was der andere fühlt und was für ihn gut ist. Es ist fast unmöglich, sich abzugrenzen. Die Familienmitglieder sind stolz darauf, dass es keine Auseinandersetzungen gibt, diese machen Angst, denn sie könnten eine Zerstörung der Einheit bedeuten. Seelische Bedürfnisse, Sehnsüchte, Enttäuschungen, Demütigungen und Kränkungen können so nicht an die Oberfläche gelangen. Gefühle zu zeigen, gilt eher als Schwäche. In dieser Familien-Atmosphäre gewinnen Essstörungen ihren Sinn.  

Bei nicht wenigen der PatientInnen mit Essstörungen liegen aber auch traumatischen Erfahrungen von sexueller Gewalt in ihrer Kindheit bzw. Jugend vor mit all ihren verheerenden Folgen. Magersucht und Bulimie können dazugehören. Jedoch reagieren nicht alle sexuell traumatisierten Kinder in ihrem späteren Leben mit einer Essstörung und nicht alle Magersüchtigen oder Bulimikerinnen wurden in ihrer Kindheit sexuell traumatisiert. Wichtig ist jedoch, auch diese traumatischen Erfahrungen als eine mögliche Ursache der Essstörungen mit einzubeziehen.  

3. Die Funktion der Essstörungen: Anorexie und Bulimie   

Bei der Behandlung von Essstörungen ist es von großer Wichtigkeit, die individuelle Botschaft zu entschlüsseln, die sich hinter der Essstörung verbirgt. Wenn wir hinter einer Störung oder Krankheit Schmerz und Leid vermuten, und davon ausgehen, dass ein Kranker möglichst schnell davon geheilt werden möchte, so trifft das bei Menschen, die an  Essstörungen leiden, nicht zu. Sie fühlen sich nicht krank Vor allem bei der Magersucht empfinden die Betroffenen im Gegenteil ihre Essstörungen lange Zeit als Macht und Stärke, als etwas Besonderes, Extravagantes, als etwas, um das sie sich täglich neu bemühen müssen, was sozusagen zu ihrem Lebensinhalt geworden ist. Magersucht und Bulimie ersetzen den Betroffenen scheinbar den fehlenden Lebenssinn und Lebensinhalt. Die Essstörung gewährt somit Zuflucht nach Kränkungen, bei Spannungen und drohenden Auseinandersetzungen und schützt vor Entscheidungen und vor dem Erwachsenwerden. Dass essgestörte Menschen sich so lange gegen eine Behandlung wehren und ihre Krankheit nicht „hergeben“ wollen, wird somit verständlich. Deshalb ist es für eine erfolgreiche Therapie so wichtig, diese im Grunde selbstschädigende Energie positiv umzulenken in die Stärkung des Selbstwertgefühls und in ein von den Zwängen der Essstörungen befreites Leben.  

C. Adipositas  

1. Wann spricht man von Adipositas?  

Von Übergewicht spricht man bei einem  erhöhten Körpergewicht entsprechend einem  BMI von 26 und  mehr, von Adipositas bei einem  Überschreiten des Normalgewichts von 20% und mehr. Dies entspricht einem BMI von 30 und mehr.  

2. Wie entstehen diese Essstörungen des Überessens?  

Häufig beginnt das Überessen bereits in der Kindheit, wo Verwöhnung gleichbedeutend ist mit Überversorgung mit Nahrung. Auf alle Bedürfnisse des Kindes wird mit „Füttern“ geantwortet. So werden auch alle unangenehmen Gefühle und  Frustrationen mit Essen erstickt. Schließlich kommt es bei den Betroffenen zu einer zunehmenden Begriffsverwirrung zwischen Unlustgefühlen und Hunger, und der Organismus lernt, Gefühle von Trauer, Angst oder Kränkung, aber auch Einsamkeit und Leere durch Essen zu besänftigen. So dass schließlich Frustrationsgefühle aller Art als Drang nach Essen wahrgenommen werden. Es entsteht ein Teufelskreis, durch die übermäßige Nahrungszufuhr kommt es zu einer Störung des Hunger- und Sättigungszentrums. Der eigene Körper wird zunehmend als unförmig und hässlich erlebt. Das Selbstwertgefühl wird dadurch erheblich beeinträchtigt mit der Folge eines sozialen Rückzugs, der wiederum zu stärkerer Isolation mit erneuter Frustration führt - und erneutem verstärktem Essen.  

Welche Behandlung ist bei Essstörungen hilfreich?  

Alle Essstörungen sind vor allem ein Versuch, mit unterschiedlichen emotionalen Belastungen fertig zu werden. Bei Essstörungen geht es nur vordergründig um ein abnormes Essverhalten, in erster Linie verbergen sich dahinter jedoch Beziehungsprobleme. Der Essstörung kommt eine dialogische Funktion zu, d.h. das Verhalten ist auch immer gegen jemanden gerichtet. Deshalb darf sich die Behandlung nicht darauf beschränken, das Symptom zu heilen, also ein normales Gewicht zu erreichen oder die Anzahl der Fressanfälle pro Tag zu verringern.  

Es ist wichtig herauszufinden, welche Rolle die jeweilige Form einer Essstörung für die Patientin spielt, welche Funktion sie in ihrem Leben übernommen hat. Nur so können  während des therapeutischen Prozesses alternative Verhaltensweisen aufgebaut werden. In der Therapie muss es demnach darum gehen, zusammen mit den Patienten alternative Bewältigungsstrategien für den Umgang mit ihren emotionalen Spannungszuständen zu finden und kreative Ressourcen zu entwickeln, um Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und zu verwirklichen ohne auf ein zuviel oder zuwenig Essen zurückgreifen zu müssen.  

Bei tiefgreifenden und chronifizierten Störungen ist die Herausnahme aus dem belastenden Umfeld zwingend notwendig. Dann ist eine stationäre Behandlung in einer Psychosomatischen Fachklinik mit ihrem vielfältigen und dichten Therapieangebot die Methode der Wahl.    

Behandlung der Essstörungen in der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik 

In unserer ganzheitlichen psychosomatischen Behandlung der Essstörungen von 4 – 6 Wochen Dauer, die wir in der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik der Hardtwaldklinik I durchführen, verwenden wir Verfahren, die Ergebnisse aus der Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie und Gestalttherapie zusammenfassen. Dies geschieht auf der Grundlage eines humanistischen Menschenbildes in einem intensiven und haltgebenden Setting. Wir arbeiten mit  einer Kombination von Einzel- und Gruppentherapien, kreativen Verfahren, körperorientierten Ansätzen und  medizinischen Anwendungen sowie mit klassischen Anwendungen von Physikalischer Therapie und Krankengymnastik. Der Einsatz kreativtherapeutischer und leibtherapeutischer Anwendungen trägt zur Entdeckung und Förderung von Ressourcen bei. Moderate sportliche, physikalische und physiotherapeutische Anwendungen helfen im Sinne unseres  körperorientierten Vorgehens. Ziel der Behandlung ist neben der Symptomlinderung die Unterstützung der Selbstentwicklung unserer PatientInnen.  

Die Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik befindet sich als Dependance der Hardtwaldklinik I im 5. und 6. Stock der Hardtwaldklinik II. Alle Zimmer sind Einzelzimmer mit Dusche, WC, Telefon und Balkon. Die Belegung der Abteilung erfolgt ausschließlich über die Hardtwaldklinik I.  

Unsere  Behandlung von Essstörungen gliedert sich in 3 Abschnitte:  

     Einstiegsphase
Behandlungsphase
Abschlussphase 

Essstörungen - Einstiegsphase  

In dieser Phase, die auch der Unterstützung der Motivation mit der Festigung des Entschlusses zur Veränderung dient, steht am Anfang der Behandlung die ausführliche Diagnostik, die in den ersten Tagen erfolgt. Nach einer gründlichen Anamneseerhebung und einer eingehenden klinischen Untersuchung unter Einbeziehung medizinischer Vorbefunde wird - ausgerichtet auf die persönlichen Bedürfnisse und unter Berücksichtigung der erarbeiteten Therapieziele - ein individueller Therapieplan erstellt. Bereits bei der Anamneseerhebung kann sich als Hintergrund der Essstörungen eine kindliche Traumatisierung herausstellen, die dann eine spezifische Behandlung erfordern kann. Darauf wird im folgenden noch näher eingegangen.  

Eine mögliche begleitende medikamentöse Therapie kann den Behandlungsprozess unterstützen und fördern. Ihr Einsatz erfolgt jedoch immer nach Absprache und mit Einwilligung der Patienten.  

Durch diese umfangreiche Anfangsdiagnostik findet eine optimale Fokussierung auf die zu bearbeitenden Problembereiche statt. Daneben schenken wir aber auch den gesunden Anteilen der Persönlichkeit im Sinne einer Ressourcenorientierung ein besonderes Augenmerk, da unsere ganzheitlich ausgerichtete Therapie auch in besonderem Maße auf die Bewältigungsstrategien und Ressourcen der Patienten abzielt.  

Essstörungen - Behandlungsphase  

Im Mittelpunkt der Behandlung der Essstörungen stehen neben dem Symptom und der sich daraus ergebenden Veränderung des Essverhaltens die hinter diesem Symptom liegenden versteckten Botschaften. Hier geht es um Wahrnehmung von Gefühlen und deren Ausdruck auch unter Einbeziehung einer körperlichen Ebene. In weiteren Schritten muss es darum gehen, zusammen mit den PatientInnen alternative Bewältigungsstrategien für den Umgang mit ihren emotionalen Spannungszuständen zu finden und kreative Ressourcen zu entwickeln, um Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und zu verwirklichen, ohne auf ein zuviel oder zuwenig Essen zurückgreifen zu müssen. Konfliktbewältigung mit ausreichender Abgrenzungsfähigkeit, eine Verbesserung der Kommunikation sind weitere Themen. Diese Themen der PatientInnen gilt es immer wieder aufzugreifen und sie darin zu unterstützen. 

Das Entdecken der Ressourcen, die Festigung des eigenen Entschlusses zur Veränderung und die Bereitschaft, gemeinsam vereinbarte Regeln und Ziele zu akzeptieren und zu verfolgen, gehören deshalb zu einem weiteren  Kernstück der Therapie der Essstörungen. In jedem Fall gilt es, die Funktion der Essstörung für die Betroffenen in die Behandlung mit einzubeziehen, welchen Lebenssinn erfüllt die Erkrankung für die Betroffenen? Woher bezieht das gestörte Essverhalten seine Wurzeln? Dies ist besonders wichtig für die Selbstakzeptanz und das Selbstverständnis der Betroffenen.  

Bei der Bearbeitung des biographischen Hintergrundes der Störungen muss Beachtung finden, ob es sich um einen erschwerten Entwicklungsprozess mit einer traumatischen Erfahrung/ sexuellen Traumatisierung handelt, die einer besonders behutsamen, nährenden und unterstützenden therapeutischen Begleitung bedarf. Hierfür steht in unserer Abteilung ein spezielles, stark ressourcenorientiertes Setting zur Verfügung, in dem vorwiegend stabilisierend unter Einbeziehung von psychoimaginativen Techniken, einer stabilisierenden Bewegungs- und Körpertherapie und einem traumamodifizierten Entspannungsverfahren mit moderatem körperlichen Ausdauertraining gearbeitet wird.  

Unterstützt und begleitet wird unsere therapeutische Arbeit durch kreativtherapeutische Zugänge: durch künstlerisch-gestalterische Medien, die anregen zu kreativem Schreiben, zum Malen, durch Musiktherapie, die den Kontakt zu den eigenen Gefühlen wieder ermöglicht, und durch Bewegungstherapie, die Zugang zum eigenen   Körperausdruck fördert. Diese kreativen Therapien helfen, Ressourcen zu entdecken oder an bereits bekannte Ressourcen anzuknüpfen und tragen dazu bei, die Wahrnehmungsfähigkeit zu erhöhen und Aktivitäten ganzkörperlich zu spüren.  

Essstörungen - Abschlussphase  

Im Zentrum dieser Phase der stationären Psychotherapie steht die Orientierung auf das berufliche und private Umfeld   im  Vordergrund. Hier geht es zum einen um Zukunftsperspektiven, zum anderen aber um reale sozialmedizinische und sozialpädagogische Beratung in Bezug auf weitere ambulante Behandlungsmöglichkeiten, Selbsthilfegruppen u.a. sowie auch bei Bedarf um berufliche Rehabilitationsberatung.  

Diese Phase schließt mit einer Abschlussdiagnostik ab. Verbunden ist damit  eine Abschlussuntersuchung mit sowohl einer psychischen als auch einer körperlichen Befundung. Sie schließt ab mit der Herauslösung aus dem therapeutischen Kontakt über Abschlussrunden in der Gruppentherapie, Abschlussgespräche mit den Therapeuten sowie einer speziell konzipierten Abschlusssitzung mit der Abteilungsleitung.  

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Aktualisiert: Juni 2010

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